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Archiv für Januar 2008

Azingo Mobile – Neue Linux-Plattform für Handys

Donnerstag, 31. Januar 2008

Das Mobile-Linux-Unternehmen Azingo, ehemals Celunite, kündigt für den Mobile World Congress, der vom 11. bis zum 14. Februar in Barcelona statt findet, die Einführung von Azingo Mobile an – dabei handelt es sich um eine Linux-Plattform, der als Basis die LiMo-Spezifikationen dienen sollen. Hersteller können ihre Lizenzen ab sofort nehmen, eine Präsentation der Lösung ist jedoch erst für die Messe geplant.

Auch Vodafones Guido Arnone schwärmt von der Lösung als kostensparende Alternative, die den Usern darüber hinaus reichhaltige Erlebniswelten bescheren soll, denn die Leute, die Azingo auf dem Handy nutzen werden würden nicht nur ein Betriebssystem bekommen sondern auch Web 2.0-Schnittstellen und ein Interface, welches sich frei konfigurieren lässt sowie ein frei zusammenstellbarer Startbildschirm. Außerdem werden Widgest unterstützt und es wird zahlreiche Multimedia-Schnittstellen geben.

Laut Mahesh Veerina, CEO von Azingo, besteht ein großes Interesse seitens der führenden Hersteller von Mobiltelefonen sowie auch der Leute, die die Geräte bedienen. Das Produkt werde auf 13 verschiedenen Hardware-Plattformen angeboten und bilde eine Kern-Komponente der integrierenden Umgebung der LiMo-Spezifikationen. Geräte, die unter Azingo Mobile laufen, würden daher zum Wachstum und der Vereinheitlichung von Mobile Linux beitragen.

Nokia – Neuer Gesprächstermin

Donnerstag, 31. Januar 2008

Obwohl die Medien berichten, dass der Standort Bochum Rekordgewinne erzielte, bleibt Nokia bei seiner Behauptung, dass das Bochumer Werk dem Unternehmen keine hohen Gewinne einbrachte und von allen weltweiten Produktionsstätten das höchste Kostenniveau hätte.

Dies unterstreicht das Unternehmen damit, dass – obwohl in Bochum nur etwa sechs Prozent des gesamten Produktionsvolumens an mobilen Endgeräten hergestellt würden – dennoch etwa 23 Prozent der gesamten direkten Lohnkosten anfallen würden. Daher wertet Nokia die Marktprofitabilität deutlich geringer als die Fakten der steuerlichen Werte dies wiederspiegeln.

Das Treffen der europäischen Arbeitsnehmervertreter mit der Nokia-Spitze in Brüssel, darunter auch der Bochumer Nokia Betriebsrat, endete indes mit einem Eklat. Nachdem die Nokia-Vertreter versuchten ihre Konzernpolitik zu erklären und zu untermauern, brach beim Bochumer Nokia-Betriebsrat Empörung aus und brach die Gespräche ab. Laut Betriebsratsvorsitzender Gisela Achenbach sei man persönlich beleidigt und überdies auch tief enttäuscht.

Trotz dieser schwierigen Situation wurde allerdings dennoch ein neuer Gesprächstermin vereinbart – nach wie vor gibt es scheinbar die Hoffnung, dass der Bochumer Standort noch zu retten ist.

Nokia – Werk soll trotz Sanierungsoptionen geschlossen werden

Mittwoch, 30. Januar 2008

Wie die Rheinische Post berichtet könnte das Nokia-Werk in Bochum mit einer einmaligen Finanzsspritze gerettet werden. Dies könne, dem Bericht zufolge, durch das folgende Konzept funktionieren: Die Kapazität des von der Schließung bedrohten Bochumer Werkes müsse dazu “nur” auf die des Standortes in Rumänien erhöht werden. Dazu sei eine einmalige Investition von rund 14,3 Millionen Euro nötig. Dadurch könnte die Kapazität laut Rheinischer Post sogar verdoppelt werden. Darüber hinaus müssen auch keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden, die Produktivität würde sich demnach also erhöhen.

Bei den 300 Mitarbeitern der Automotive-Sparte des Bochumer Standorts keimt indes Hoffnung auf , obwohl Nokia auch nach den Gesprächen mit der nordrhein-westfälischen an seinem Vorhaben, das Bochumer Werk zu schließen, fest hält. Nach Angaben von Nokia hat jedoch stattdessen ein privater Investor Interesse an einer Übernahme bekundet – darunter soll auch der ehemalige Chef der Sparte, Razvan Olosu sein, sowie die Kapitalgesellschaft Equity Partners GmbH .

Update für Handy-Navigationssoftware Mobile 7

Mittwoch, 30. Januar 2008

Route 66 hat nun ein Update für die Handy-Navigationssoftware Mobile 7 angekündigt. Die neue Version bringt unter anderem die Möglichkeit mit, Karten zu verwalten. Alle Handys, die über die Nokia-Benutzeroberfläche S60 ab der dritten Version verfügen sind dafür geeignet, so auch unter anderem die GPS-Phones N95 8GB und N82 von Nokia.

Der genaue Verkaufsstart der Navigationssoftware Route 66 Mobile 8 liegen derzeit noch nicht vor; die Version Mobile 8 wird aber voraussichtlich für rund 60 Euro erhältlich sein.

Ezmo – Kostenlose Musikgenuss fürs Handy

Mittwoch, 30. Januar 2008

Ein neuer Service für Mobilfunkgeräte wird nun vom kostenlosen, webbasierten Musik-Service Ezmo angekündigt. Der Mobile-Player von Ezmo soll ermöglichen, dass User ihre gesamte Online-Musik-Sammlung auch unterwegs hören können.

Als Basis des Mobile-Players dient die Flash-Technologie für mobile Endgeräte “Flash Lite 3″. Diese Technologie wird bereits von einige Handys unterstützt, wie zum Beispiel dem Nokia N95. Laut dem norwegischen Unternehmen werden jedoch die meisten für dieses Jahr angekündigten Handys den mobilen Musikgenuss mit Flash Lite 3 ermöglichen.

Im September des vergangenen Jahres war der Musikservice Ezmo, der zur norwegischen Firma Fast gehört, auch in Deutschland gestartet. Einzelne Songs oder auch die gesamte Musiksammlung kann von den Usern kostenlos unter www.ezmo.de upgeloadet werden und überall dort angehört werden, wo ein Zugang zum Internet besteht. Darüber hinaus bietet ihnen Ezmo auch die Möglichkeit, Freunde zum Mithören einzuladen, die Anzahl ist hier jedoch begrenzt.

Palm Treo 500

Dienstag, 29. Januar 2008

Wie das Unternehmen Palm nun bekannt gab, wird das neue Smartphone Treo 500 Mitte Februar in Europa auf den Markt kommen. Als Basis des Gerätes dient das Windows Mobile 6-Betriebssystem. Die neue eine QWERTZ-Tastatur. soll die Nutzung von E-Mail, Instant Messaging und SMS vereinfachen.

Vor allem die jüngeren Käuferschichten sollen von dem Smartphone in Anthrazit-Grau samt Multimedia-Features anegsprochen werden. Laut Roy Bedlow, Vice President Palm EMEA sei man sich sicher, dass das Treo 500 Smartphone sowohl Business- als auch Privatnutzer ansprechen werde.

Darüber hinaus verfügt das Modell über ein UMTS-Mobilfunkmodul und kann daher unterwegs per Bluetooth auch als Modem für das Notebook genutzt werden. Per Voreinstellung ist zudem auch der direkte Zugang zu den E-Mail-Diensten von Google, Microsoft und Yahoo möglich. Für die Fotoaufnahmen soll die integrierte 2-Megapixel-Kamera sorgen.

Außedem verfügt der Treo 500 über 150 Megabyte internem Speicher, der sich mit einer MicroSD-Karte erweitern lässt. Zudem werden Mobile-Versionen von Outlook, Word und Excel für die Arbeit mit Microsoft Office-Dokumenten mitgeliefert. Ab dem 15. Februar wird das Smartphone zu einem Preis von 399 Euro zu haben sein.

Palm – Schwere Zeiten

Dienstag, 29. Januar 2008

Nachdem Palm in den letzten Monaten mit vielen Negativmeldungen zu kämpfen hatte will dieser Strom scheinbar nicht abreißen – am Wochenende hat der US-amerikanische Smartphone- und PDA-Hersteller Palm die Schließung seiner Ladengeschäfte in den USA sowie den Rückzug aus allen Airport Wireless Stores offiziell bestätigt. Ein ladenähnliches Geschäft soll künftig lediglich am Hauptsitz in Sunnyvale (Kalifornien) weiter betrieben werden. Palm hatte vor fünf Jahren mit Airport Wireless ein Vertriebsabkommen geschlossen, daher gab es zuletzt Palm Shops in vielen der an großen US-Flughäfen eingerichteten Elektronikgeschäfte. Dieser Schritt wird mit der Fokussierung auf die Kerngeschäfte begründet; zudem sollen auch verstärkt die Kosten gesenkt werden.

Aber es gab auch negative Schlagzeilen auf anderem Gebiet – den Besitzern eines Treo 600 oder 650 wird nun von Palm eine Art Entschädigung für unangemessene Ausfälle der beiden Treo-Modelle angeboten – hierbei handelt es sich um das Resultat einer Sammelklage. Allerdings können von diesem Angebot nur die Kunden in den USA profitieren – alle anderen Besitzer eines Treo 600 oder Treo 650 haben dafür einen Anspruch auf Reparaturen, auch wenn die Garantiezeit lange abgelaufen ist.

Nachdem Palm zuletzt in die Verlustzone gerutscht war, werden auch für das laufende Quartal Fehlbeträge sowie ein erneuter Umsatzrückgang erwartet – unter anderem macht dem Unternehmen der Erfolg von Blackberry-Hersteller RIM und Apple (iPhone) zu schaffen.

Hoffnungsschimmer in Bochum

Dienstag, 29. Januar 2008

Nachdem sich Nokia-Chef Kallasvuo und die nordhrein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben in Düsseldorf zu Gesprächen zurück gezogen haben, sehen die Beschäftigten nun endlich einen ersten Hoffnungsschimmer. Allein das Treffen der beiden wird von der IG-Metall als Erfolg gewertet und das grundsätzliches „Nein“ seitens Nokia sei auch erst einmal vom Tisch.

Vor dem Treffen unter vier Augen hatten Kallasvuo, Thoben und der Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Hartmut Schauerte (CDU) eine gemeinsame Suche nach „innovativen Lösungen für die Zukunft des Nokia-Standortes Bochum“ vereinbart. In einer vier Punkt Erklärung hieß es, dass das Unternehmen und die Landesregierung zu diesem Zwecke sofort ein Arbeitsteam einsetzen wollen.

Nokia übernimmt Trolltech

Montag, 28. Januar 2008

Nachdem schon Sun vor zwei Wochen bekannt gab, den schwedischen Datenbankspezialisten MySQL AB zu übernehmen, sorgt nun ein neuer Deal zwischen zwei prominenten IT-Unternehmen für Schlagzeilen – für rund 842 Millionen norwegische Kronen, was etwa 104 Millionen Euro entsprechen dürfte, übernimmt Nokia die norwegische Entwicklerfirma Trolltech, deren bekanntestes Produkt die Klassenbibliothek QT sein dürfte.

Nokia will seine plattformunabhängige Softwarestrategie mit der Übernahme schneller umsetzen, da Trolltech mit QT eine Softwarebibliothek anbietet, mit der sich plattformunabhängige Applikationen schreiben lassen. Außerdem verfügt Trolltech mit Qt Embedded auch über eine Linux-basierte Handy-Plattform. Trolltechs Softwarebibliotheken zur Entwicklung plattformunabhängiger Applikationen, wie die unter der GPL stehende Bibliothek Qt, ist für Windows, Linux und MacOS X verfügbar und zugleich auch die Basis des Linux-Desktops KDE. In Sachen Plattformunabhängigkeit geht es dem finnischen Handyriesen aber vor allem um die Plattformen Flash, Java, Open C und das Web.

Trolltech wird seine bestehenden Produkte auch nach der Übernahme weiter entwickeln, sowohl im mobilen als auch im Desktop-Bereich. Nokia bekennt sich darüber hinaus zu Open Source und beabsichtigt, dass Trolltechs Produkte auch künftig unter Open-Source-Lizenzen veröffentlicht werden sollen.

Nokia-Chef kommt zu Verhandlungen nach NRW

Montag, 28. Januar 2008

Nachdem sich Nokias Konzernspitze nach der Ankündigung, die Produktion von Bochum nach Rumänien verlegen zu wollen, wenig gesprächsbereit zeigte, will nun Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo höchstpersönlich zu Verhandlungen nach Nordrhein-Westfalen kommen. So zeigen die Proteste und auch die massive öffentliche Empörung scheinbar doch Wirkung.

Kallasvuo will am heutigen Montag mit der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) zusammentreffen, bei dem Treffen dürfte es nach Einschätzung von Beobachtern auch um die Vorwürfe wegen Subventionsmissbrauchs gehen, denn Nokia wird vorgeworfen, gegen Subventionsauflagen für das jetzt zur Schließung vorgesehene Werk in Bochum verstoßen zu haben. Darüber hinaus wolle die Landesregierung Kallasvuo in den Gesprächen auch den Erhalt des Standorts in Bochum nahe legen.