Am Sonntag teilte der Insolvenzverwalter mit, dass BenQ Mobile definitiv nicht mehr zu retten sei und damit das Aus für den Handyhersteller gekommen ist.
Zwar wurden seit Herbst 2006 mehr als 100 Gespräche mit Kaufinteressenten geführt, ein wirklich brauchbares Angebot sei jedoch nicht darunter gewesen. Rund 30 konkreteVerhandlungen habe es jedoch gegeben. Nun sieht Martin Prager keine Chance mehr, das Unternehmen in irgendeiner Form zu retten bzw. als Ganzes weiterzuführen. Ein letzter Interessent habe abgesagt, nachdem die komplette Situation des insolventen Handyherstellers geprüft worden war und man zu dem Ergebnis kam, dass ein Profit unter den gegebenen Bedingungen nicht zu erwarten sei.
In den letzten Wochen habe es zwar weitere Anfragen gegeben, brauchbare Finanzierungsvorschläge wären jedoch nicht darunter gewesen, so der Insolvenzverwalter. Jetzt werden die verbliebenen Vermögensteile verwertet und aus diesem Erlös sollen dann die Ansprüche von Mitarbeitern und Lieferanten wenigstens teilweise gedeckt werden.
Am 1. Januar 2007 war ja das Insolvenzverfahren über BenQ Mobile eröffnet worden, die Betriebe in München und Kamp-Lintfort wurden geschlossen und mehr als 2300 Mitarbeiter konnten in Transfergesellschaften wechseln. Siemens will ihnen längerfristige Jobangebote machen und sie damit vor der Arbeitslosigkeit schützen. BenQ Mobile versuchte zuletzt erfolglos mit neuen Modellen zu punkten, was aber nicht gelang.


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