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Archiv für Dezember 2006

Nokia startet Handyfoto-Service

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Der Großteil der neuen Handys verfügt mittlerweile über eine durchaus schnappschusstaugliche Digitalkamera. Nun kümmert sich Marktführer Nokia selbst um die Entwicklung dieser Aufnahmen und startet einen eigenen Dienst für Handyfotos. Damit erhalten speziell Nutzer von Geräten mit höherer Auflösung (N73, N80, N93 oder N95) schnell hochwertige Papierabzüge ohne extra ins Fotogeschäft gehen zu müssen. Die dafür nötige Software XpressPrint ist bereits vorinstalliert oder kann über die Nokia-Website kostenlos heruntergeladen werden.

Eine Bestellung erfolgt bequem über das Mobilfunknetz oder WLAN. Der Kunde greift per Handy-Galerie direkt auf die Bilder zu und diese werden dann mit der Adresse und weiteren Bestellinformationen versehen. Dann kann man sie ganz einfach vom Gerät versenden. Selbst Geschenkartikel wie Tassen, Mauspads, T-Shirts, Aufkleber oder Puzzles können erstellt werden.

Bezahlt wird per Rechnung oder Kreditkarte, wobei der Preis pro Bild etwa für die Größe 11 x 15 cm 0,18 Euro beträgt. Die Lieferung erfolgt wenig später per Post. Das Nokia-Onlinedruckzentrum steht zunächst Kunden in Tschechien, Deutschland bzw. Ungarn zur Verfügung, eine Ausweitung auf andere Länder ist demnächst geplant. In der Startphase gibt es übrigens bei Erstbestellung 10 Fotos gratis. Damit reagiert der Handy-Hersteller in Zusammenrarbeit mit Fotodienst CeWe Color auf das immer größer werdende Bedürfnis nach „echten“ Fotos vom Mobiltelefon.

LG bringt Windows Mobile 5.0-Smartphone KC-1

Montag, 11. Dezember 2006

Mit dem Chocolate brachte der koreanische Hersteller LG im Frühjahr 2006 ein massentaugliches Designerhandy auf den Markt. Nun will das Unternehmen offenbar eine neue Zielgruppe ansprechen: Mit dem KC-1 erscheint das erste Smartphone, das Windows Mobile 5.0 verwendet.

Optisch bleibt das Gerät übrigens der Chocolate-Linie treu und sieht den bisherigen Modellen sehr ähnlich.
Die technischen Daten sind auf dem neuesten Stand, so wurde auch Wireless LAN oder Bluetooth eingebaut. Das große 2,8 Zoll-QVGA-Display beinhaltet wieder eine Touchscreen. Zur Speichererweiterung gibt es einen MicroSD-Slot. Durch das Windows Mobile Betriebssystem steht die vom Desktop-Rechner bekannte Funktionalität zur Verfügung. Das gesamte Office-Paket wurde hier in einer mobilen Version integriert: Word, Outlook oder Excel können also auch unterwegs verwendet werden.

Zahlreiche Mulitimedia-Features fehlen beim LG KC-1 ebenso wenig: Neben dem obligatorischen Player für Musik und Filme ist auch eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite vorhanden. Vorne ist eine VGA-Linse für die Videotelefonie eingebaut.

Genaue Informationen zum Erscheinungstermin gibt es derzeit noch nicht, denn LG gibt sich zum Smartphone relativ bedeckt. In Korea soll es jedoch schon bald auf den Markt kommen, was auch als Hoffnungsschimmer für Europa anzusehen ist. Der Hersteller bestätigte übrigens, dass im Jahr 2007 mit einer breiten Palette neuer Modelle zu rechnen sei.

Erste Bilder gibt es unter: http://gallery.cetizen.com/?MODE=bbs&cp=cetizen&id=gallery&no=129113

Ranking der ökologischsten Mobilfunkunternehmen

Freitag, 8. Dezember 2006

Während normalerweise Erfolgskriterien wie Verkaufszahlen, Zuwachsraten und Margen ausschlaggebend sind, beurteilt eine Organisation wie Greenpeace Firmen nach ganz anderen Aspekten. Von den Umweltschützern wird nun ein neues Ranking veröffentlicht, das Technologie-Unternehmen unter ökologischen Gesichtspunkten bewertet, wie beispielsweise interne Umweltschutzrichtlinien, die Entsorgung gefährlicher Chemikalien sowie die letztendliche Entsorgung der Produkte. Der finnische Mobilfunkriese Nokia ist dabei weiterhin ganz vorne im Ranking vertreten, Samsung stürzte dagegen ab.

Obwohl die Finnen ihren ersten Platz erfolgreich ausbauen konnten, blieben sie nicht völlig von Kritik verschont, denn von Nokia kam noch kein klares Statement zum Ausstieg aus der PVC-Verwendung. Die Verschiebung auf den letzten Plätzen ist interessanter, denn Motorola konnte sich auf den zweiten Platz nach vorne bewegen, während sie bei der letzten Untersuchung noch letzter bei den Handyherstellern waren. Leicht verbessern konnte sich Sony Ericsson, sie fielen jedoch auf den dritten Platz zurück. Laut Greenpeace bestehen einige Geräte immer noch aus einer Vielzahl giftiger Chemikalien.

Die Bewertung der koreanischen Unternehmen fiel eher schlecht aus, LG und Samsung teilen sich den letzten Platz. Die Rücknahmeregelungen, die auch eine freiwillige Entsorgung und ein Recycling von Altgeräten beinhalten, seien zu ungenau. Da Samsungs Abfallauflagen zu niedrig seien, standen sie ebenfalls in der Kritik.

Negativ ins Gewicht fiel bei LG, dass man kein einziges PVC-freies Handy auf dem Markt habe. Die Umweltschutzorganisation sieht die Hersteller unterm Strich weiterhin in der Pflicht, sich zu verbessern. Um den Fortschritt bei den Unternehmen sichtbar zu machen, wird das Greenpeace-Ranking regelmäßig erneuert.

Die Rangliste und ein aktueller Bericht ist einzusehen auf der Greenpeace Website.

Samsung – mit Billighandys aus der Krise

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Im kommenden Jahr will Samsung mit einer groß angelegten Billighandy-Offensive verlorenes Terrain zurück erobern, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Den südkoreanischen Konzern hat die bisherige Ausrichtung auf eher teurere Modelle anscheinend Marktanteile gekostet, während die schärfsten Rivalen Nokia und Motorola vor allem dank des Erfolgs in China und Indien satte Zuwächse erzielen konnten. Bis zu 15 Prozent der Samsung-Handys sollen deshalb künftig weniger als 60 Dollar kosten.

Lee Ki Tae, Chef von Samsungs Mobilfunkabteilung, kündigte auf der ITU Telecom World 2006 angriffslustig an, dass die Marktanteile von Samsung im kommenden Jahr nicht stagnieren werden. Die Schlacht sei noch nicht beendet und die Zeit werde die Entscheidung bringen. Samsungs Anteil ist laut Gartner am weltweiten Handymarkt im dritten Quartal von 12,5 Prozent auf 12,2 Prozent gesunken. Dagegen ein deutliches Plus von 32,5 auf 35,1 Prozent verzeichnete Nokia, Motorola konnte seinen Marktanteil von 18,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 20,6 Prozent steigern.

Samsung hat nach Analystenmeinung den Rückgang seiner Marktanteile vor allem dem Fokus auf das Highend-Segment zu verdanken. In China und Indien haben Nokia und Motorola hingegen im Einsteigersegment gepunktet. Erst im Juni war Motorola beispielsweise in punkto Billighandys in die Offensive gegangen und hatte fünf speziell auf die Schwellenländer zugeschnittene Handys vorgestellt.

Für Samsung bedeutet die verstärkte Hinwendung zum Billigsegment aber keinen Abschied vom Hochpreis-Fokus. Man würde, zumindest was Deutschland, Österreich und Osteuropa angeht, an der Premium-Strategie festhalten und sich auch im Einsteigersegment auf Qualität und Design fokussieren.

Man könnte leicht einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen, wenn die durchschnittlichen Verkaufspreise jetzt dramatisch gesenkt werden würden. Lee ist sich indes nicht sicher, ob das der richtige Weg wäre, denn neben dem Billigsegment setzt Samsung auch auf einen verstärkten Verkauf von Musikhandys.

Der durchschnittliche Handypreis belief sich bei Samsung im abgelaufenen dritten Quartal laut Wall Street Journal (WSJ) auf 175 Dollar, bei Motorola auf 131 und bei Nokia auf 124 Dollar.

Deutsche noch skeptisch bei mobilen Diensten

Dienstag, 5. Dezember 2006

Jeder Deutsche nutzt im Durchschnitt nur lediglich 4,7 Funktionen an seinem Handy. Und das obwohl die kleinen Technikwunder bei weitem mehr leisten können! Dies ist das Ergebnis der Studie Global Tech Insight 2006, die von TNS Infratest durchgeführt wurde. Bei dieser Studie wurde das Nutzerverhalten und das Interesse an mobilen Inhalten auf dem Handy in weltweit 29 Ländern untersucht.

Die beliebteste Funktion der deutschen Handynutzer ist die Kurzmitteilung. Etwa 81% der Befragten nutzen SMS mindestens einmal in der Woche. Auch die Handy-Camera wird ziemlich häufig genutzt: 29% knipsen mit ihrem Handy auch regelmäßig ein Bild. Jedoch werden die Schnappschüsse oft nur gespeichert, denn nur jeder 10te verschickt regelmäßig eine MMS.

Ganz ins Hintertreffen geraten die Deutschen allerdings beim Thema Mobile Dienste und Internet. Surfen in Japan 45 Prozent der Handynutzer regelmäßig im Internet und versenden 77 Prozent E-Mails, so sind es in Deutschland nur magere neun bzw. 10 Prozent. Die Gründe für dieses Konsumentenverhalten seien die noch zu hohen Kosten und der eher mangelnde Bedarf. Man geht aber davon aus, dass „durch preislich attraktive Angebote auch die Nutzungsintensität von beispielsweise Echtzeit-TV oder Spiele-Downloads erhöht werde, da diese Anwendungen bereits jetzt auf das Interesse der Kunden stoßen. Immerhin können sich schon heute zehn Prozent der Deutschen die Nutzung von Echtzeit-TV in Zukunft vorstellen”, erklärt Robert A. Wieland, Geschäftsführer der TNS Infratest.

Außerdem erhofft man sich von der voranschreitenden UMTS-Technik neue Impulse auf das mobile Verhalten der Deutschen, denn schließlich wurden auch Klingeltöne wie der Crazy Frog von deutschen Handynutzern heruntergeladen. Was wieder einmal beweist: Die Deutschen muss man ganz langsam an eine Sache gewöhnen bis Sie auch angenommen wird. Das lässt hoffen – bis zur nächsten Studie.

Weitere Informationen zur Studie gibt es auf der Website

E-Plus verbessert Netzqualität

Montag, 4. Dezember 2006

Aufgrund der steigenden Handy-Nutzung will E-Plus in den kommenden Monaten die Netzqualität deutlich steigern. „Wir verfolgen ein ambitioniertes Programm. So sollen mehrere tausend in die Jahre gekommene Sendestationen ausgetauscht werden“, erklärte Technikvorstand Elmar Grasser am heutigen Montag in Düsseldorf der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Hauptgrund für diesen Schritt sei vor allem der Erfolg der Marke BASE gewesen, denn untereinander können Base- und E-Plus-Kunden kostenlos telefonieren, was auch ausgiebig in Anspruch genommen wird. Vor allem in Ballungsgebieten kam es daher in der Vergangenheit zu Störungen.

Alles in allem sieht sich E-Plus durchaus in seiner Billig-Strategie bestätigt. Wie man aus einem Interview in der Samstagausgabe der Rheinischen Post nachlesen konnte, geht der Chef des drittgrößten Mobilfunkanbieters, Michael Krammer, davon aus, dass sich die Kosten für Handygespräche in den kommenden drei Jahren halbieren werden. Für jede Zielgruppe werde es in Zukunft optimale Produkte geben, etwa eine monatliche Flatrate für Musicdownloads, schätzt Krammer den zukünftigen Mobilfunkmarkt ein. “Dem Kunden soll sich das Produkt mit all seinen Facetten direkt erschließen können”, sagte er der Rheinischen Post. Mit den transparenten und einfachen Marken Base und Simyo sehe sich E-Plus auf den richtigen Weg und dies soll auch 2007 mit erweiterten Produktkombinationen fortgeführt werden.

Samsung präsentiert neue Einsteigermodelle

Freitag, 1. Dezember 2006

Drei neue Einsteigermodelle hat der koreanische Hersteller Samsung vorgestellt – laut Samsung orientieren sich die Handys SGH-C300, SGH-X520 und SGH-X530 eher an den Bedürfnissen von Nutzern, die unkompliziert telefonieren wollen. Die Geräte sind keine Multimedia-Wunder, denn alle drei Handys bieten lediglich eine VGA-Kamera – dafür sind sie jedoch entsprechend günstig zu haben.

Samsung hat, wie auch bei anderen kürzlich präsentierten Modellen, bei allen drei Geräten die neue Sicherheitsanwendung uTrack integriert, die das Auffinden des Handys nach einem Diebstahl erleichtern soll.

Über ein 1,77-Zoll großes Farbdisplay mit 65.536 Farben verfügt das kompakte SGH-C300. Das Modell passt bei Maßen von 92 x 44 x 19 Millimetern (B x H x T) und einem Gewicht von 94 Gramm in jede Tasche. Die Tastatur wird von einem halbautomatischen Slidermechanismus freigegeben. Das SGH-C300 wartet im Innern mit Basisfeatures auf: Neben SMS, EMS, MMS und WAP zeichnet sich das Gerät durch Organizerfunktionen aus und verfügt über einen Rechner sowie eine Sprachmemo-Funktion.

Mit Ausmaßen von 89 x 42 x 18 Millimetern und einem Gewicht von 80 Gramm präsentiert sich das SGH-X520 ebenfalls sehr kompakt. Samsung hat beim Design auf ein dezentes Exterieur Wert gelegt ohne dabei langweilig zu wirken: Das Klappmodell setzt mit mattem Lila und glänzendem Blau modische Akzente. Ebenfalls zur Grundausstattung des SGH-X520 gehören ein Kalender, ein Wecker, der Rechner und die Sprachmemo-Funktion. Das integrierte UKW-Radio und der WAP-Browser sorgen für die passende Unterhaltung.

Als schickes Slider-Modell in Champagner-Braun präsentiert sich der dritte Neuling. Das SGH-X530 besinnt sich ebenfalls bewusst auf die Basisfunktionen eines Handys – das dritte Modell ist mit Ausmaßen von 95 x 45 x 18 Millimetern und 76 Gramm Gewicht das leichteste im Bunde; wie beim SGH-C300 funktioniert der Slidermechanismus halbautomatisch. Auf einem 1,9-Zoll großen Display zeigt das SGH-X530 65.536 Farben.

Anfang Dezember sollen alle drei Modelle im Handel erhältlich sein: Das SGH-C300 für 109 Euro ohne Vertrag, das SGH-X520 und das SGH-X530 zu einem Preis von jeweils 159 Euro.