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Streit um Roamingkosten geht weiter

Seit Jahren schon streitet sich die EU-Kommission mit der Telekommunikationsbranche um die Roamingkosten im EU-Ausland. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona reagierte EU-Telekommunikationskommissarin Neelie Kroes in scharfen Worten auf Kritik von Vodafone-Chef Vittorio Colao.

Denn dieser beklagte eine extreme Belastung der Branche durch die Wirtschaftslage und die gesetzlichen Belastungen zwängen die Konzerne, Investitionen und damit auch Jobs zu streichen. Auch der Telekom-Chef René Obermann warnte vor Milliardenverlusten durch die Regulierung.

Die Regulierungen sehen vor, dass man im EU-Ausland in zwei Jahren bald so günstig Telefonieren und Surfen kann, wie zu Hause. Vorerst helfen Hotelsuchmaschinen wie Hotelsnapper, die über Sortierungsmöglichkeiten Hotels im Ausland mit Internet heraussuchen. Die EU-Telekommunikationskommissarin Neelie Kroes lässt sich jedoch nicht von den Ankündigungen der Branche einschüchtern. “Nachricht an Vittorio und Vodafone: Ich lasse mir nichts vormachen und reagiere nicht gut auf Drohungen.” Sie stehe auf der Seite der Vodafone-Kunden. “Wenn Verbraucher keine Angst mehr haben, ihre Smartphones und Tablets zu nutzen, wenn sie in Europa unterwegs sind, werden auch die Netzbetreiber davon profitieren.”

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