Pünktlich zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember gibt das Informationszentrum Mobilfunk IZMF nun einige Tipps zur Auswahl des passenden Handys. Bei vielen Menschen ist das Mobiltelefon im Alltag nicht mehr wegzudenken und erst recht bei Menschen mit Behinderung spielt der mobile Begleiter oft eine entscheidende Rolle, denn Handys können Sicherheit geben, das tägliche Leben deutlich erleichtern und dazu beitragen, trotz Einschränkung Freiräume im Alltag zu bewahren oder auch zu erweitern.
Doch der Umgang mit dem Mobiltelefon gestaltet sich oft als nicht ganz einfach – zu kleine Tasten eine unleserliche Schrift im Display oder auch zu leise Töne können unter anderem dazu beitragen. Doch die moderne Technik ermöglicht es auch Menschen mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen, sich uneingeschränkt per Handy auszutauschen.
Für Sehgeschädigte und Blinde steht so zum Beispiel eine Spracherkennungs-Software zur Verfügung, die dabei hilft Nummern zu wählen und Gerätefunktionen aufzurufen. Es gibt auch entsprechende Software, die SMS vorlesen und gesprochene Antworten darauf in Kurznachrichten umwandeln kann. Für Blinde kommt so zum Beispiel auch eine Kombination aus Handykamera und Sprachsoftware in Frage – während die Kamera Schilder, Zeitungen, Telefonbücher und Speisekarten mit Hilfe einer Software, die die Blinden dabei lenkt fotografieren kann, setzt eine entsprechende Software die Bilder in Text um und liest diesen per Sprachausgabe vor.
Es gibt inzwischen auch spezielle blindengerechte Mobiltelefone und Organizer, die statt eines Displays über eine Braille-Zeile verfügen, auf der die Buchstaben mit kleinen Drahtstiften dreidimensional und in Blindenschrift abgebildet sind. Für taubstumme Menschen gibt es mittlerweile eine Technik, die die Inhalte eines Anrufs in Text übersetzt, der dann auf dem Display des Handys angezeigt wird. Visuelle Warnsignale bei eingehenden Anrufen oder Nachrichten können ebenfalls äußerst nützlich sein. Über Bluetooth können darüber hinaus direkte Funkverbindung vom Handy zum Hörgerät hergestellt werden, das Telefon wird auf diese Weise drahtlos in das Ohr des Hörgeräte-Trägers projiziert.
Auf der Webseite http://mobileaccessibility.info findet man weitere aktuelle Trends und Spezialhandys für Menschen mit Behinderung.
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