Im nächsten Jahr sollen die Rundfunkfrequenzen verteilt werden und kleinere Netzanbieter haben nun die Befürchtung, dass sie bei der Vergabe benachteiligt werden könnten. Bereits im Juli diesen Jahres kritisierten O² und E-Plus die Bedingungen. Nun erwägt E-Plus eine Klage gegen die Bundesnetzagentur einzureichen.
Bei den Netzvergaben geht es um die Nutzung der frei gewordenen, digitalen Rundfunkfrequenzen, die für das Internet in den ländlichen Regionen verwendet könnten, da es sich um niedrigwellige Frequenzen handelt und sich bestens für diesen Zweck eignen würden. Gerade dabei sehen O² und E-Plus sich benachteiligt gegenüber Vodafone und T-Mobile. Denn es sollen lediglich drei Anbieter etwas vom Kuchen abbekommen. Zudem können nur sechs Pakete á 5 Megaherz ersteigert werden. Nach Ansicht von E-Plus brauche man aber mindestens zwei, um wirtschaftlich agieren zu können. Auch auf die Forderungen von E-Plus nach stärkeren Einschränkungen im Bietverfahren ging die Bundesnetzagentur nicht ein. Laut E-Plus Chef Thorsten Dirks hat sich die Agentur gegen einen Wettbewerb entschieden und das sei schädlich.
Bereits vor neun Jahren trafen sich die Mobilfunkanbieter in der alten Kaserne in Mainz. Damals sorgte das UTMS Netz für Aufsehen. Für insgesamt 51 Milliarden Euro gingen die Netze weg, das freute insbesondere den Finanzminister. Heute allerdings werden nicht mehr so hohe Versteigerungssummen erwartet. Experten gehen von vier bis fünf Milliarden aus.
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