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Apples neues iPhone sorgt für Furore

Lange wurde spekuliert, nun ist es da: Das erste Mobiltelefon von Apple. Und, wie sollte es auch anders sein, ist es laut Apple-Chef Steve Jobs „etwas ganz Revolutionäres“. Um fünf Jahre gegenüber der Konkurrenz voraus sei das mittels Touchscreen bedienbare Handy, das vorgestern auf der Macworld-Messe präsentiert wurde.

Und in der Tat sieht das iPhone sehr nach Innovation aus, typisch Apple eben. Das Gerät verfügt über einen 3,5-Zoll-Bildschirm und ist gerade mal 11,6 Millimeter dick, eingebaut ist eine Zwei-Megapixel-Kamera. Natürlich dürfen Funktionen des erfolgreichen Musikplayers iPod nicht fehlen: genau genommen ist es ein „iPod mit Handykomfort“. Über den Computer können Videos und Musikdateien abgespielt werden. Speicherplatz wird es dafür genug geben: Das iPhone wird wahlweise mit einer Vier-Gigabyte- und Acht-Gigabyte-Festplatte ausgestattet sein. Wer gerne mobil im Internet surfen will, für den ist der Apple Browser Safari mit Yahoo- und Goolge-Schnittstelle vorinstalliert.

Die Bedienung erfolgt über eine von Apple entwickelte und patentierte Technologie namens Multitouch, die neben herkömmlicher Touchscreen-Technologie auf zusätzliche Bewegungssensoren aufbaut. Die Touchscreens produziert kein geringeres Unternehmen als Balda. Das deutsche Unternehmen hatte sich bereits im Sommer 2006 Zugang zur viel versprechenden Touchscreen-Technologie verschafft. Der ehemalige Handyzulieferer der insolventen BenQmobile war dazu bei der chinesischen TPK-Holding eingestiegen.

Aktien von Balda sowie Apple machten nach der Präsentation des iPhone einen Riesensprung nach vorn. In einem insgesamt müden Gesamtmarkt stiegen beide Papiere auf zeitweise 92,57 Dollar (Apple) und 8,37 Euro (Balda), was Zuwächse von 8 bzw. 11 Prozent bedeuten.

Trotzdem rumort es: Cisco Systems, eines der größten Unternehmen für Computernetzwerke, hat Apple eine Klage auf den Tisch flattern lassen. Demnach sollen die Namensrechte am iPhone bei Cisco liegen, die nun Apple widerrechtlich verwenden soll. Entsprechende Verhandlungen zwischen beiden Konzernen seien bislang erfolglos geblieben.

Nichtsdestotrotz soll das iPhone (oder wie es auch genannt werden wird) in den USA im Juni 2007 in die Läden kommen, etwas später in Europa und in Asien erst 2008. Als Preis für das 4-GB-Modell gibt Apple umgerechnet 450 Euro an.

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