Laut dem Internet-Telefonanbieter Skype ist VoIP am Mobiltelefon für Handynutzer noch nicht sonderlich interessant. Als Grund gibt das Unternehmen die fehlenden Flatrate-Angebote der Mobilfunkunternehmen an. Diese sind nötig, um nicht am Ende des Monats eine riesige Telefonrechnung für das verbrauchte Datenvolumen zu erhalten. Zwar ist Skype grundsätzlich kostenlos, die Verbindung kommt aber kostenpflichtig über das Internet bzw. WLAN-Hotspots zustande. Hier hofft das Unternehmen auf Kooperationen, wie etwa mit dem Netzbetreibre Hutchison 3G, um auch eine einfache Integration von Skype-Software in das Handy zu ermöglichen.
Sollte es nicht in größerem Umfang möglich sein, Breitband-Angebote zu bieten, muss man VoIP am Handy wohl als Nischenprodukt betrachten. Denn die dafür entstehenden Kosten sollten ja deutlich unter denen einer normalen Gesprächsverbindung liegen, besonders im Bereich der teuren Auslandsgespräche liegt hier ein enormes Potenzial.
Skype-Konkurrent Jajah sieht die Marktchancen von VoIP deutlich optimistischer, denn hier funktioniert nur die Einrichtung eines Telefonats über die herkömmlichen Datenleitungen. Sobald das Gespräch zustande kommt, wird dieses über eigene Server abgewickelt. Jajah ist grundsätzlich auch eher für das Handy oder Festnetz ausgelegt, weil kein Computerheadset wie bei Skype genutzt wird, sondern konventionelle Telefon-Hardware. VoIP bleibt bei Jajah als Anwendung relativ unscheinbar im Hintergrund, der Kunde merkt nichts von der verwendeten Technik.

